Die Anbindung von EBCIDIC-Druckdaten an Papyrus und die darin stattfindende Konvertierung in einen AFP-Druckdatenstrom umzusetzen war bereits 1998 eine Herausforderung. Papyrus musste die Drucksteuerung interpretieren, die vom HOST formatierten Dokumente in AFP konvertieren und zusätzlich mit Layout- & Indexinformationen anreichern. Alles um eine automatisierte Verarbeitung über eine Portooptimierungs-Software sowie anschließenden Endlosdruck und eine maschinelle Kuvertierung zu ermöglichen.

Wie geht man aber damit um, wenn eine als Übergangslösung geplante Anbindung letztlich doch zwei Jahrzehnte betrieben werden muss? In einer Landschaft in der sich die Umsysteme und deren Schnittstellen stetig weiterentwickeln?

Einen grafischen Rahmen hier, dynamischer Fettdruck dort

Fast monatlich wurde der Konverter angepasst und erweitert. Durch das Durchsuchen der gelieferten Rohdatensätze nach vordefinieren Strings konnten nachträglich Formatierungen gesetzt und Feldinhalte extrahiert werden. Doch mit jeder Prozessabweichung erhöhte sich auch die Anfälligkeit.

Als dann weitere Anforderungen, insbesondere in Bezug auf die Ausgabesteuerung eintrafen, war klar, dass sich etwas ändern muss. Es ging um die Anbindung an ein Archivsystem, das Einstellen des Ausgabe-Dokumentes als PDF in ein digitales Portal und Fax- bzw. E-Mail-Versand.

Anforderungen, die mit der bestehenden Lösung zur Datenextraktion aus den Fließtextdaten nicht mehr realisiert werden konnten. Aus einem banalen Grund: Die zusätzlich benötigten Informationen konnten im Dokument nicht untergebracht werden.

Eine Umstellung der EBCDIC-Druckdaten auf reine Felddaten kam aufgrund der hohen Kosten nicht in Frage.

So geht es nicht weiter! Aber wie geht es dann weiter?

Die EBCDIC-Daten mussten mit Steuerzeilen angereichert werden, um so wie in modernen Datenformaten Informationen übergeben bekommen zu können, ohne dass diese direkt als Teil des Dokumentes ausgedruckt werden müssen.

Die Lösung war ein eigentlich für Kommentierung vorgesehener EBCDIC-Steuercode. Schnell war die Idee einer Steuerzeile mit Delimitern geboren. Der Test verlief positiv und je nach gewünschten Ausgabekanal wurden vom HOST nun Daten wie Vertragsnummer, E-Mailadresse oder Faxnummer übergeben. Diese konnten von Papyrus zielgerichtet extrahiert und weiterverwendet werden.

Der Clou an unserer Lösung: Statt einer kostenaufwendigen Migration auf ein anderes Rohdatenformat waren wir in der Lage, den EBCDIC-Druckdatenstrom mit Bordmitteln erweitern zu lassen und damit die neu gewünschten Ausgabekanale anzubinden. Außerdem verringerte der Schritt-für-Schritt Rückbau der alten Lösung (Auslesen von Informationen aus dem Dokumententext per Suchstring) in Papyrus die Störanfälligkeit des Systems.

Haben auch Sie Altsysteme, die weder abgelöst noch vergessen werden wollen? Wir setzen Ihre Anforderungen mit Blick auf den Gesamtkontext um und behalten das Kosten/Nutzen-Verhältnis immer im Auge. Gerne helfen wir auch Ihnen, die noch vorhandenen Anbindungen Ihres Outputmanagementsystems zu warten und wo möglich, zu optimieren.

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Autor: Kai Baumarth
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