Was tun, wenn sich der einzige Spezialist im Unternehmen bei einem Fahrradunfall verletzt?

Über Google auf uns aufmerksam geworden, kontaktierte uns der IT-Abteilungsleiter eines Mittelständlers im Sommer 2017 mit einer dringenden Anfrage. Der dortige OpenText StreamServe Spezialist fiel aufgrund eines Fahrradunfalles mindestens zwei Monate aus und es gab bereits dringende Änderungsanforderungen an Formulare, die nicht warten konnten. Die Möglichkeit einer Übergabe fehlte, uns blieb also nur der Weg, uns auf dem Entwicklungs- und Produktions-Server selbst umzusehen. Auf den ersten Blick also keine guten Voraussetzungen.

Remote möglich, Starttermin morgen

Trotz der Herausforderungen nahmen wir den Auftrag an und dank unseres remotebasierten Konzeptes ging es bereits einen Tag später los. Die ersten zwei Stunden vergingen wie im Flug. Nach einem kurzen Kennenlernen galt unter anderem folgendes herauszufinden:

  1. Wo liegen die Projekt-Sourcen und werden deren Versionen verwaltet?
  2. Wie ist der grundsätzliche Projektaufbau (Input & Outputconnectoren, globale Funktionen zur Dokumentenerstellung, etc.)
  3. Wie wurden Globale Ressourcen in die Projekte integriert?
  4. Wie sah für diese Systemumgebung der Prozess für Ablage der Release-Versionen und des Deployments aus?
  5. Gibt es Dokumentationen und wenn ja, wo liegen diese und welche Qualität haben sie?

Nachdem diese und weitere Grundlagen bekannt waren, begannen wir mit der angeforderten Implementierung. Als Ansprechpartner auf Seite des Kunden wurde uns ein Infor-Programmierer bereitgestellt, der die Datenschnittstelle passend zu den Formularänderungen verändern sollte. Ein Glücksgriff, wie sich schnell herausstellte. Die direkte Zusammenarbeit mit dem ERP-Entwickler brachte schnelle Ergebnisse, auch oder vor allem, weil notwendige Änderungen an der RDI-Datenschnittstelle ohne Wartezeiten direkt durchgeführt wurden.

Nach erfolgreichem Entwicklertest wurden die neuen Formularversionen an den Fachbereichstest übergeben. Da der Auftrag als Interimseinsatz geplant war, legten wir höchsten Wert auf eine lückenlose Dokumentation der Änderungen. Die so entstandenen Formularversionen sowie einige andere Changes fanden so ihren kontrollierten Weg in die Produktionsumgebung.

Willkommen zurück

Als der hauseigene StreamServe-Spezialist von seinen Verletzungen genesen zurück in das Unternehmen kam, fand er das StreamServe System in tadellosem Zustand vor. In diesem Einsatz hatten wir alle vorherrschenden Prozesse adaptiert, was uns nun eine reibungslose Rückübernahme ermöglichte. Die lückenlose Dokumentation tat ihr übriges.

Der besondere Clou: Durch unser Remote-Konzept konnten wir den Betrieb des Outputmanagement-Systems nicht nur aufrecht erhalten. Im Durchschnitt benötigten wir, da wir damals wie heute nur effektive Arbeitszeit abrechneten, umgerechnet nur 0,1 FTE für diesen Interims-Einsatz.

Auch wenn die Formularänderungen nun wieder vom hauseigenen Spezialisten übernommen wurden, blieben wir in Kontakt. Heute freuen wir uns, dass das damals betroffene Unternehmen weiterhin ein steter Kunde unserer Dienstleistungen ist, wie zuletzt bei der Migration von StreamServe 4.1.2 auf Exstream v16.4.

Wir helfen immer und überall wo wir können. Sollten sich bei Ihnen ähnliche Herausforderungen abzeichnen, nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns auf.

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Autor: Patrick Michels
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