Der folgende Artikel beschreibt die Installation von StreamServe 5.6.2 inkl. Cumulative Fix 4, sowie dem MS SQL Server Express 2014, welcher für die anschließende Einrichtung des StreamServe Control Centers zwingend benötigt wird.

Die folgenden Dinge werden benötigt:

  • Ein Windows 10 Computer, auf denen man über Administratorberechtigungen verfügt
  • Die Installationsdatei für MS SQL Server Express 2014 (im folgenden SQLEXPRADV_x64_DEU.exe)
  • Das StreamServe Version 5.6.2 Installationspaket aus dem OpenText Knowledge Center [zugriffsberechtigter Login erforderlich] (im folgenden 5.6.2_GA_2014-12-19_Build_229.zip)
  • Den StreamServe Cumulative Fix 4 (im folgenden 5.6.2_Hotfix_2018-02-12_Build_1210.exe) [ebenso aus dem OpenText Knowledge Center]

1. Installation des SQL Servers

Für die Installation wird die Version MS SQL Server Express Advanced 2014 (SQLEXPRADV_x64_DEU.EXE, ca. 1,5 GB) verwendet. Im Folgenden wird die Installation und Konfiguration im Detail beschrieben. Je nach Konfiguration des Computers kann die Installation des SQL Servers leicht in der Reihenfolge abweichen. Der Installprozess zeigt teilweise nur die Masken an, in denen sinnvolle Informationen anzuzeigen oder Änderungen durchzuführen sind. Wir haben versucht eine möglichst große Bandbreite abzudecken.

Sollte bereits ein MS SQL Server Express 2014 installiert sein, kann die Installation selbstverständlich übersprungen werden und lediglich die Einrichtung der für StreamServe notwendigen Datenbank und des Nutzers durchgeführt werden.

Hinweis zur Vollständigkeit: Soll anschließend StreamServe 5.6.1 installiert werden, ist Version 2012 des SQL-Servers einzusetzen! Ggf. weichen dann einige Punkte gegenüber der hier beschriebenen Installationsroutine ab.

1.1. Installationsprozess

Zunächst muss ein Verzeichnis für extrahierte Dateien ausgewählt bzw. der Vorschlag mit OK bestätigt werden. Anschließend öffnet sich das SQL Server-Installationscenter.

  1. Unter Programme und Features von Windows 10 muss geprüft werden, ob Microsoft .NET Framework 3.5 SP1 aktiviert ist. Wenn nicht, muss diese Funktionalität nachinstalliert werden, sonst lässt sich die SQL Server-Installation nicht abschließen. Danach kann der Installer SQLEXPRADV_x64_DEU.exe gestartet werden.
  2. Als erstes ist dort Neue eigenständige SQL Server-Installation… auszuwählen, etwas später öffnet sich das SQL Server 2014-Setup in einer neuen Maske.
  3. Bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung. Die Teilnahme am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit ist optional.
  4. Wenn Sie wünschen, können Sie mit Microsoft Update die Aktualität des von Ihnen verwendeten Installationspaketes prüfen lassen.
  5. Im Dialog „Installationsregel“ müssen alle Einträge den Status „Erfolgreich“ teilen. Die gemeldeten Warnungen und Fehler müssen also vor dem Fortfahren beseitigt werden. Der Dialog selbst wird nur angezeigt, wenn es überhaupt Warnungen oder Fehler gibt!
  6. Zur Vollständigkeit: Sollte eine Vorgängerversion des SQL Servers vorhanden sein, wird der Dialog „Installationstyp“ eingeblendet. War kein SQL Server auf dem Computer vorinstalliert, fehlt diese Maske gänzlich. Wir wählten in diesem Fall „SQL Server 2014 neu installieren“, da die bestehende Datenbank obsolet war.
  7. Im Dialog „Funktionsauswahl“ die Standardauswahl bestätigen.
  8. Im Dialog „Instanzkonfiguration“ die Benannte Instanz genauso benennen, wie die Instanz-ID (Groß- & Kleinschreibung beachten).
  9. Im Dialog „Serverkonfiguration“ muss der Dienst SQL Server Browser auf „automatisch“ gestellt werden.
  10. Im Dialog „Datenbankmodulkonfiguration“ muss im Hauptreiter „Serverkonfiguration“ der „Gemischter Modus“ ausgewählt und für das SQL Server-Systemadministratorkonto (‚SA‘) ein Passwort (in unserem Fall „pohlgmbh“) vergeben werden. An den sonstigen Reitern müssen keine Änderungen vorgenommen werden.
  11. Bei Reporting Services-Konfiguration die Option „Installieren und konfigurieren“ auswählen.
  12. Nach der Bestätigung wird der SQL Server installiert und im Normalfall erfolgreich abgeschlossen.

1.2. Einrichtung

  1. Nach der Installation ist der SQL Server 2014-Konfigurationsmanager zu öffnen und im Bereich SQL Server-Netzwerkkonfiguration (OHNE das in Klammern stehende 32 Bit) – Protokolle für ‚SQLEXPRESS‘ das Protokoll „TCP/IP“ und „Named Pipes“ zu aktivieren.
  2. Anschließend muss wie in der Warnung angezeigt im Bereich SQL Server-Dienste der Dienst SQL Server (SQLEXPRESS) einmal neu gestartet werden, damit die Änderung aktiv wird. Der SQL Server 2014-Konfigurationsmanager kann danach geschlossen werden.
  3. Im nächsten Schritt muss das Programm SQL Server 2014 Management Studio geöffnet werden. Hier kann man sich durch direkten Klick auf den Button „Verbinden“ per Windows Authentifizierung als Administrator einloggen.
  4. Im Objekt-Explorer muss mit Rechtsklick auf den Ordner Datenbanken eine „Neue Datenbank“ mit dem Datenbankname „StrsSER“ angelegt werden.
  5. Anschließend ist der Ordner Sicherheit zu erweitern und mit Rechtsklick auf Anmeldungen eine Neue Anmeldung… zu erzeugen. Anmeldename ist StrsSER, die Authentifizierung erfolgt über SQL Server und das Kennwort lautet pohlgmbh. Eine Kennwortrichtlinie soll nicht erzwungen werden (Häkchen entfernen). Standarddatenbank ist StrsSER, Standardsprache ist German.
  6. Im Reiter „Benutzerzuordnung“ muss eine Zuordnung zur Datenbank StrsSER geschaffen werden. Die Erstellung der neuen Anmeldung kann damit abgeschlossen werden. Hinweis: Der Eintrag „dbo“ in der Spalte Standardschema wird automatisch gesetzt. Wenn Sie die Maske schließen und wieder öffnen, können Sie diesen sehen.
  7. Zum Schluss muss bei erweitertem Ordner Datenbanken mit Rechts auf die Datenbank StrsSER geklickt und Eigenschaften ausgewählt werden. Dort sind auf der Seite Berechtigungen alle Expliziten Berechtigungen für StrsSER zu Erteilen (alle Häkchen setzen).
    Nach Klick auf OK kann das SQL Server 2014 Management Studio wieder geschlossen werden, SQL Server ist nun für die Installation von StreamServe vorbereitet.

2. Installation StreamServe

Zur Installation von StreamServe entapcken Sie zunächst die 5.6.2_GA_2014-12-19_Build_229.zip. Anschließend können Sie die Installation über die enthaltene Anwendung mssetup.exe starten. Hinweis: Nach jeder Installation eines der folgenden Pakete muss eine kurze Wartezeit von 30 Sekunden nach Abschluss der jeweiligen Installation eingehalten werden, sonst erscheint eine Warnung.

  1. Zuerst „Framework and StreamServer“ auswählen. Bei eventuellen Fragen wird immer der Standard gewählt, wenn hier nicht anders angegeben. Hinweis: Die Frage nach dem optionalen Installieren von Java SE 7 U 67 und Microsoft Visual C++ muss mit Ja beantwortet werden.
  2. Installieren Sie das „Control Center“ mit Standardvorgaben.
  3. Installieren Sie das „Design Center“ mit Standardvorgaben.
  4. Installieren Sie „Streamstudio“ mit Standardvorgaben.
  5. Als letzter Schritt wird das Cumulative Fix 4 installiert. Starten Sie dazu die Anwendung 5.6.2_Hotfix_2018-02-12_Build_1210.exe als Administrator.

3. Ersteinrichtung des Control Centers

  1. Öffnen Sie das Control Center und vergeben Sie ein neues Passwort für den Login Administrator (in unserem Fall „pohlgmbh“)
  2. Anschließend öffnet sich die Maske Enterprise Repository Config…, in der hinter den Hostname noch \SQLEXPRESS geschrieben werden muss. Bei Credentials ist der User name auf StrsSER umzustellen und das zugehörige Password einzutragen. Danach bestätigen Sie den Dialog.
  3. Im nächsten Schritt wird im Control Center auf der linken Seite unterhalb von Root auf New Site (Disconnected) mit Rechts geklickt und Create Database ausgewählt. Es sind die soeben erstellten Login-Daten für das Control Center einzugeben und ggf. auf Remember password zu klicken.
  4. In der sich öffnenden Maske müssen Sie „Create now“ im Modus „StrsSER enterprise repository“ auswählen und den Start Button klicken. Nun werden Zugangsdaten des SQL Datenbankadministrators „SA“ erneut abgefragt. Diese sind auszufüllen und zu bestätigen.
  5. Nun sollte eine technische Erfolgsmeldung angezeigt werden und Sie können das Fenster mit dem Button Close schließen.
    Die Site „New Site“ ist danach erstmalig automatisch „Connected“, muss aber bei jedem neuen Start des Control Centers wieder per Kontextmenukommando verbunden werden.
  6. Optional aber sinnvoll: Umbenennen von „New Site“ in „lokal“, damit bei mehreren Sites die Verwechslungsgefahr sinkt.

Patrick Michels

Tel.: +49 5605 93349‐10
Mail: patrick.michels@pohlgmbh.de
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